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  • Nationalpark TaraDatum10.12.2017 06:19
    Thema von Divac Vlade im Forum Serbien - Сl...

    Der Nationalpark Tara ist ein 1981 gegründeter Nationalpark in der gebirgigen Region im westlichen Serbien. Das Tara-Gebirge schließt nordwestlich an das Zlatibor-Gebirge an und erstreckt sich bis zur Drina, die hier die Grenze zu Bosnien-Herzegowina darstellt.

    Der Nationalpark erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 37.584 ha, das Kerngebiet beträgt davon etwa 22.000 ha. Die Höhenunterschiede gehen von 250 m über dem Meer bis auf 1500 m über. Die Verwaltungsbehörde des Parks hat ihren Sitz in der nahe gelegenen Stadt Bajina Bašta.

    Drei Viertel der Fläche des Nationalparks sind von dichten Wäldern bedeckt. Eine botanische Besonderheit ist die Serbische Fichte, deren einziges Verbreitungsgebiet im Tara zu finden ist. Aufgrund der teils raren Pflanzenarten und der Tiervielfalt ist der Nationalpark von wissenschaftlichem Interesse und wurde auch aus diesem Grund unter strengsten gesetzlichen Schutz gestellt.

    Die landschaftliche Attraktivität macht den Nationalpark auch zu einem bedeutenden touristischen Ziel der Region. Mehrere Orte bieten Kurbetriebe an, eine von Touristen häufig in Anspruch genommene Attraktion sind Bootstouren durch die tiefen Schluchten. Unweit des Nationalparks wurde 2003 die Museums- und Touristikbahn Šarganska osmica in Betrieb genommen.

  • Nationalpark ĐerdapDatum09.12.2017 21:43
    Thema von Divac Vlade im Forum Serbien - Сl...

    Der Nationalpark Đerdap (serb. Nacionalni Park Đerdap) ist ein Nationalpark in Serbien und die größte Flussklippenlandschaft Europas.

    Er erstreckt sich entlang der Donau und der Grenze zu Rumänien, von der Stadt Golubac bis zur Kleingemeinde Tekija, über eine Länge von 100 km und über eine Fläche von 63.680 Hektar. Die Donau durchbricht hier die südwestlichen Karpaten. Der größte Teil dieses Nationalparks und riesigen Naturreservats liegt im serbischen Bezirk Bor und ein kleiner Teil im Bezirk Braničevo.

    Das Einzigartige an diesem Park sind die riesigen Schluchten und Pässe, durch die die Donau fließt, die zu den größten in ganz Europa zählen. Đerdapska klisura wird der größte Pass bezeichnet, der gleichzeitig auch der größte Europas ist. Dieser Pass besteht wiederum aus vier verschiedenen Furchen (Gornja klisura, Gospođin vir, Veliki und Mali kazan und Sipska klisura), die einzeln durch Schluchten getrennt sind. Gospođin vir hat mit 82 Metern eine der größten Flusstiefen der ganzen Welt. Die Klippen des Canyons Kazan sind über 300 Meter hoch, während das Flussbett in diesem Teil auf 150 Meter verengt wird.

    Das gesamte Gebiet des Nationalparks zeichnet sich durch eine große Tier- und Pflanzenvielfalt, historische Monumente und archäologische Funde aus; der Nationalpark umfasst auch den Stausee des Eisernen Tores.

    Am Cazan zwischen den Städten Orșova und Donji Milanovac, wird die Donau auf 200 Meter Breite und 80 Meter Tiefe eingeengt. Auf beiden Seiten der Donau wurden Naturschutzgebiete eingerichtet – in Serbien der Nationalpark Đerdap, auf der rumänischen Seite der Naturpark Eisernes Tor.[1] Ziel ist es ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat als Teil der künftigen Euroregion Donauraum zu schaffen.[2]

    Die tertiäre Flora und Fauna machen ihn zu einem einzigartigen Naturreservat mit über 1.100 Pflanzenarten und Tieren wie Braunbären, Luchsen, Wölfen, Goldschakalen, Schwarzstörchen, einigen Eulenarten und anderen seltenen Tieren.

    Lepenski Vir, Tabula Traiana und die von Apollodor von Damaskus errichtete Brücke sind einige der bedeutendsten archäologischen Funde. Sie stehen unter strengem gesetzlichen Schutz.

    Lepenski Vir ist über 8.000 Jahre alt und gibt Aufschluss über die früheren Einwohner und Siedlungen in diesem Gebiet. Golubački Grad (Festung Golubac) und Kladovo sind mittelalterliche Klöster und ein wichtiges kulturelles Erbe.

    Es gibt lizenzierte Herbergen, die Touren zu den kulturellen und natürlichen Denkmälern des Parks sowie zum Kraftwerksstaudamm anbieten. Der Tourismus in dieser Region entwickelt sich zunehmend.

    Die Verwaltungsbehörde des Parks hat ihren Sitz in der nahegelegenen Stadt Donji Milanovac.

  • Prost 2017Datum09.12.2017 17:44
    Foren-Beitrag von Divac Vlade im Thema

    Nichts neues alles beim alten. ie gehts dir?



  • Am kommenden Montag beginnt die Orthodoxe Osternfastenzeit. Mit dem Große Fasten bereiten sich orthodoxe Christen sieben Wochen lang auf das Fest der Auferstehung Christi vor.

    Auf Serbisch bedeutet das Große Fasten „Veliki post“. Wichtig ist: das Fasten ist keine Diät. Der eigentliche Sinn des Fastens besteht darin, nicht nur den Körper, sondern vor allem den Geist zu reinigen und zu entgiften. Man sollte alle bösen Gedanken vertreiben, seinen Zorn zähmen, nicht lügen und auf sämtliche Gelüste verzichten. Wer alles richtig macht, soll sich nach dem Fasten geistig und körperlich viel wohler fühlen. Man wird gelassener, ausgeglichener und gesünder.
    Weil die geistige Reinigung beim Fasten viel wichtiger als der Verzicht auf Nahrung ist, hat die Orthodoxe Kirche folgende Menschen von den Einschränkungen bei der Nahrungsaufnahme befreit

    Schwangere und stillende Frauen
    schwer Kranke
    Arbeiter mit schwerem körperlichem Einsatz
    Militär
    Reisende

    Als Ausgleich müssen diese Menschengruppen sich um so mehr auf die geistige Reinigung konzentrieren und auf jegliche Unterhaltung verzichten.
    Das eigentliche Fasten dauert 40 Tage und soll an die Leidenszeit Jesus Christi in der Wüste erinnern. Nach seiner Taufe durch Johannes wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um dort vom Teufel versucht zu werden. Jesus aß und trank nichts, sondern konzentrierte sich auf seinen Geist.

    Das Große Fasten in der Orthodoxen Kirche beginnt 48 Tage vor Ostern, gleich nach dem Faschingssonntag (Maslenitsa). Dies ist die wichtigste und längste Fastenzeit im orthodoxen Kirchenjahr. Am ersten Tag des Fastens, dem Reinen Montag, sollten die Gläubigen das Haus gründlich putzen und den Körper in der Banja reinigen.

    Während des Fastens dürfen keine tierischen Erzeugnisse gegessen werden. Dazu gehören neben Fleisch auch Milchprodukte, Eier und Fisch. Am Reinen Montag und am Karfreitag sollten orthodoxe Christen komplett aufs Essen verzichten.

    Erlaubt sind: Brot (am besten Vollkorn), diverse Breie (mit Wasser gekocht), Gemüse, Früchte, Pilze, Nüsse und Hülsenfrüchte.







  • #Respekt

  • Heute ist eine der drei meistgefeierten Slava's in Serbien. Heute ist Tag des Sveti Jovan (Der Heilige Johannes der Täufer). Er taufte unsern Herrn "Jesus Christus" im Fluss Jordan. Wir wünschen allen Serben die heute feiern, eine frohe und gesegnete Slava!



    Zitat
    Johannes der Täufer ist der letzte Prophet des Alten Testaments, der erste Märtyrer des Neuen Testaments und als Vorläufer von Jesus Christus bekannt. Sein hebräischer Name bedeutet "Gott ist gnädig". Christus selbst bezeichnet ihn im Lukas-Evangelium (Kapitel 7) als "Größten unter allen Menschen".
    Gedenktage: 24. Juni (Geburt), 29. August (Enthauptung)

    Die Heilige Schrift berichtet uns sowohl von der Geburt, als auch dem Wirken und Tod des Johannes. Er wurde nach göttlicher Verheißung als Sohn des Zacharias und Elisabeth der Mutter des Johannes geboren. Noch im Mutterleib begegnet er dem Erlöser und wurde von seiner Gnade erfüllt. Vermutlich im Jahr 26/27 n. Chr. begann Johannes in der Wüste zu predigen und die Menschen zur Buße und Umkehr zu bewegen. Bekleidet in Kamelhaar und einem ledernen Gürtel, lebte er von Heuschrecken und wildem Honig. Er bekehrte viele und taufte am Jordan mit der Taufe der Umkehr. Auch Christus ließ sich von ihm taufen.
    Herodes ließ Johannes einsperren. Er wurde Opfer einer Intrige der Herodias, deren unrechtmäßiges Verhältnis mit Herodes er angeprangert hatte. Um das Jahr 30 enthauptete man ihn in Machaerus. Seine Jünger begruben ihn in Sebaste (Samarien). In den Berichten des hl. Hieronymus lesen wir, dass Herodias den Kopf des Täufers noch lange aufbewahrt habe, und gelegentlich mit einem Dolch seine Zunge durchstochen habe.
    Der Täufer ist Patron der römischen Papst-Kirche St. Johannes im Lateran (Weihefest 9. November); Reliquien werden u.a. in Amiens verehrt.
    Patronate und Patrozinien

    Patron: Malta, Burgund, der Provence, Florenz, Amiens, Saalfeld (Thüringen) und Breslau in Schlesien (heute Wroclaw/Polen), Weber, Schneider, Färber, Gerber, Sattler und Kürschner, der Winzer, Gastwirte und Faßbinder, der Architekten, Kaminkehrer, Schmiede, Zimmerleute und Kinobesitzer, der Bauern, Hirten, Musiker, Tänzer und Sänger. Außerdem ist der Patron des Weinstocks, der Haustiere, besonders Schaf und Lamm. Er hilft auch bei Epilepsie, Kopfschmerz und Heiserkeit, Schwindel, Angst und Kinderkrankheiten und beschützt vor Hagel.
    Auch der Papstname Johannes verweist auf den Täufer, nicht auf den Apostel.
    Darstellung

    Johannes der Täufer wird meist als bärtiger Mann in einfacher Kleidung dargestellt. Oft hat er einen Stab in der Hand. Manchmal trägt er ein Lamm, auf das er mit dem Finger zeigt, eine Bezugnahme auf die Aussage des Täufers im Johannesevangelium: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." (Joh 1,29)
    Liturgie

    Johannes der Täufer ist außer Maria der einzige Heilige, dessen leibliche Geburt in der Liturgie gefeiert wird. Seit dem 5. Jahrhundert am 24. Juni, sechs Monate vor der Geburt Jesu. Aus dem Bericht des Lukasevangeliums (Lk 1) wird entnommen, dass Johannes schon vor seiner Geburt geheiligt wurde, damals, als Maria zu Elisabet kam. Die ungewöhnlichen Ereignisse bei seiner Geburt weisen auf die Bedeutung des Johannes in der Heilsgeschichte hin. Er steht an der Schwelle vom Alten zum Neuen Bund. Er war dazu berufen, durch seine Predigt von der Gottesherrschaft und seinen Ruf zur Umkehr das Volk auf das Kommen Jesu vorzubereiten. Jesus selbst empfing von ihm die Bußtaufe. Die ersten Jünger Jesu kamen aus dem Kreis der Johannesjünger. Johannes selbst verstand sich als den Rufer in der Wüste, den Vorläufer des Größeren, der nach ihm kommen sollte. Jesus aber nennt ihn den Größten unter allen Menschen, gleichsam den wieder gekommenen Elija (Mt 11,7-19).







  • Orthodoxe Gesang aus SerbienDatum19.01.2017 23:20

    Gut für Seele und Entpsannung





  • Foren-Beitrag von Divac Vlade im Thema

    Mehr über das ethno Haus Saponjic...

    http://etnosaponjic.com/

  • Thema von Divac Vlade im Forum Serbien - Сl...

    Ich möchte euch gerne eine tolle Unterkunft im spezielles Naturreservat Serbiens vorstellen, dem Uvacsee.

    Das ethno Haus Saponjic

    Ich habe mich für ein deutschen Interessenten umgefragt der eventuell den Uvacsee besuchen würde und bin dann auf das Haus gestossen. Übernachtung mit Mittagessen zum satt werden kostet 25€, im Winter 10€. Das Essen ist laut den Besuchern sehr gut, alles Hausmannskost. Auch viele ausländische Touristen haben hier schon übernachtet, Paddelboote oder Kajak kann man dort auch mieten.

    Das ethno Haus Saponjic liegt unweit vom See (siehe Bild). Der Uvacsee ist ein Stausee des Flusses Uvac, es ist ein einzigartiges Naturreservat Serbiens mit einer tollen Tierwelt. Sogar um die 200 Geier leben hier die speziell nur in diesem Gebiet beheimetet sind. Der schlangenförmige Canyon Uvac liegt nich weit vom See entfernt, auch Führungen werden angeboten.

    Bei Interesse kann ich euch gerne weiter leiten. Hierzu paar Bilder













  • So die beste Naturdoku die ich jemals im deutschen Fernsehen über Serbien gesehen habe

    Klickt auf dem Link und ihr werdet weiter geleitet zur Doku, 1000 dank an das NDR Fernsehen

    http://www.dailymotion.com/video/x34mnnp

    edit: Habe gemerkt das im oberen Link nur 1/3 der Doku zu sehen ist, wenn ihr ProxTube benutzt könnt ihr hier alle 3 Teile sehen --->

    1
    https://www.youtube.com/watch?v=Rfsq0tEDRoA&pxtry=1

    2
    https://www.youtube.com/watch?v=GlRU4QT2tN4&pxtry=1

    3
    https://www.youtube.com/watch?v=AAJpHJUpdGo&pxtry=1

    Zitat
    Ein Film von Rainer Bergomaz und Marion Pöllmann (NDR) Im Herzen des Balkans liegt Serbien, das "kleine Europa" in Europa - ein Name, dem das Land mit seiner vielfältigen Landschaft und Natur mehr als gerecht wird. Die Naturdokumentation präsentiert atemberaubende Landschaften und die einzigartige Tierwelt Serbiens auf einer Sommerreise, die zu den schönsten und wildesten Regionen der Balkanhalbinsel führt: vom Hochgebirge über sanfte Hügel bis hin zu den weiten Ebenen der Puszta. Serbien ist nur gut fünfmal so groß wie Schleswig-Holstein - und doch treffen hier unterschiedlichste Vegetationszonen, Tierwelten und Kulturen aufeinander.
    Noch immer leben viele Serben in tiefer Verbundenheit zur Natur. Sie sind stolz auf die Storchnester in den Dörfern, die Erhaltung alter Nutztierrassen und die Wiederansiedlung von Geiern. Selbst Bären, Luchse und Wölfe werden mancherorts wieder mit Freude gesehen. Sogar Schakale sind in Serbiens Wäldern zu Hause - in einem Land voller Traditionen und Folklore, beeinflusst vom Okzident wie vom Orient. Die Donau ist Serbiens markanter Strom. Auf ihrem Weg durch Rumäniens Karpaten bildet sie einen der imposantesten Taldurchbrüche Europas: das Eiserne Tor. Weitere landschaftliche Höhepunkte sind die archaischen Erdtürme der Teufelsstadt, die in kräftigen roten Farben empor ragen - oder die wohl trockenste Gegend Serbiens: die Deliblatska Pescara, auch europäische Sahara genannt.
    All diese Naturregionen und ihre tierischen Bewohner führt der Film in einer außergewöhnlichen Reise zusammen - ein wildromantischer Einblick in das "wilde Serbien".


  • Foren-Beitrag von Divac Vlade im Thema

    So wird Weihnachten traditionell in Serbien gefeiert, ein schöner Beitrag vom User Reddragon71bl vom grillsportverein.de <3

    Zitat
    Bei den Serben sind die Weihnachtstage mit zahlreichen Bräuchen verbunden, sodass diese Tage die schönsten im Jahr sind. Weihnachten wird die Geburt von Jesus Christus, Gottes Sohn, dem Erlöser der Welt gefeiert. Dieser Feiertag wird bei den Serben durch viele Bräuche und Zeremonien wunderschön ausgeschmückt.

    Alle diese Bräuche haben ein Ziel:
    Gottes Gnade und Schutz zu erbitten für die Familien und alle, die wir lieben. Das kann sich in einem kurzen Gebet und einem „Trinkspruch“ äussern: „Lieber Gott, erhalte Gesundheit und Freude in diesem Heim, lass uns gesunde Kinder gebären, möge das Getreide und die Reben tragen und unsere Habe auf dem Feld, auf den Wiesen und in der Herde sich vermehren“. Ab St. Nikolaus, einige Wochen vor Weihnachten, bis St. Sava, einige Wochen nach Weihnachten, dauert diese Stimmung. Die Menschen sind gut gelaunt und in den Familien spürt man eine geistig gehobene Stimmung. Überall spürt man eine leise festliche Seligkeit. Diese Zeit wird genutzt, um Streitigkeiten zu beenden und zu vergeben.Alle Menschen werden wie eine Seele. In dieser Periode sind auch der Heilige Tag (Badnji dan) und der Heilige Abend (Badnje vece) sehr wichtig.

    Der Tag vor Weihnachten – Heiliger Tag ( „Badnji dan“ )

    Dieser Tag ist am 6. Januar (nach dem neuen Kalender). Der Name „Badnji“ kommt vom Baum, der an diesem Tag geschlagen wird und den man ins Haus holt. An diesem Tag, vor Tagesanbruch, wird mit einem Gewehr in die Luft geschossen und damit angekündigt, dass die Leute in den Wald gehen sollen, um die Bäume zu schlagen. „Badnjak“ ist eine ganz junge Eiche. Der „Badnjak“ steht symbolisch für das Holz, das die Hirten gebracht haben und das der gerechte Joseph angezündet hat, um die Hütte, in der Jesus geboren wurde, zu erwärmen. „Badnjak“ bedeutet aber auch das Holz, aus dem das Kreuz Jesu gemacht wurde. Die Männer kümmern sich um Spanferkel und Hammelfleisch. Beides muss gebraten werden. Am Fest soll alles feierlich sein. Dabei dürfen auch die Armen nicht vergessen werden. Ihnen wird am Weihnachtstag vom Gebratenen und anderen essbaren Sachen gebracht. Bei dem feierlichen Essen am ersten Weihnachtstag darf nichts fehlen. Nicht der Sliwowitz und auch nicht der Wein.

    Heiliger Abend ( „Badnje vece“ )

    Der Heilige Abend verbindet den heiligen Tag ( „Badnji dan“ ) und Weihnachten. In den Kirchen wird abends die Messe gefeiertund der Badnjak - Baum und das Stroh geweiht. Das Stroh symbolisiert das Stroh der Krippe, in der Jesus geboren wurde. Bei der Ankunft zu Hause holt man den Badnjak-Baum und das Stroh ins Haus. Die Hausgenossen beten und besingen die Heilige Dreifaltigkeit, man gratuliert sich zum Heiligen Abend und setzt sich an die Tafel. Sechs Wochen vor Weihnachten und am heiligen Abend ist Fastenzeit. Es wird Fastenessen angeboten (keine tierischen Produkte,sondern meistens frischer oder geräucherter Fisch, Salat und Bohnen).

    Weihnachten

    Die Fastenzeit ist vorbei. Danach wird festlich und gut gegessen.Der fröhlichste Feiertag bei den Serben ist Weihnachten. Es wird drei Tage gefeiert. Der erste Weihnachtstag ist am 7.Januar´ (nach dem neuen Kalender). Am frühen Morgen läuten die Glocken aller Kirchen. Die Menschen ziehen festliche Kleidung an und gehen in die Kirche zur Morgenmesse. Nach der Messe wird „Nafora“ (Brot) genommen.Die Menschen begrüßen sich mit den Worten „Christus ist geboren“ und antworten „Das ist wahr, er ist geboren!“

    Cesnica – Weihnachtsbrot

    Zu Weihnachten wird ein Brot gebacken, das „Cesnica“ heißt. In dem Brot wird eine Münze versteckt. Oben drauf wird ein Zweig vom „Badnjak“ gesteckt. Nach dem Gottesdienst versammeln sich alle zu Hause am Tisch. Es wird eine Kerze angezündet, der Hausherr nimmt Weihrauch und beräuchert damit alle Hausgenossen, die Ikonen und das ganze Haus. Es wird gebetet und gesungen. Danach wird das Brot gedreht wie der heilige Kuchen und in so viele Teile zerbrochen, wie es Hausgenossen gibt. Wer in seinem Stück die Münze findet, wird besonders glücklich,ein ganzes Jahr lang.

    Weihnachten in der heutigen modernen Welt

    Es wird die Frage gestellt, wie heute Weihnachten in den großen Städten gefeiert wird, wo es kein Feuer und keine Bäume gibt und wo auf den hohen Etagen keine Möglichkeiten bestehen, Bäume und Stroh hinauf zu bringen. Das serbische Volk hat immer, wie die Heiligen auch, unter schweren Bedingungen gefeiert, im Krieg, auf dem Wachposten, an der Front. Daher ist es viel einfacher, in einer hellen, warmen und komfortablen Wohnung zu feiern. Anstelle eines Baumes nimmt man ein paar Zweige und ein bisschen Stroh. Das wird am heiligen Abend ins Haus gebracht und unter einer Ikone an der östlichen Seite des Hauses platziert. Brennende Kerzen und Weihrauch symbolisieren das Feuer und die Feuerstelle. Das Haus wird mit Weihrauch beräuchert und das Gebet gesprochen. Der Abend wird in einer festlichen Atmosphäre im Kreise der Familie verbracht. Derjenige, der solche Feste erlebt hat, kann auch das Gedicht Njegos verstehen: „Es gibt keinen Tag ohne Augenlicht, und keine heilige Feier ohne Weihnachten.“




    Im Videos sehen wir den Ablauf des Heiligаbend in Bildern

  • Am heutigen 3.Weihnachtstag, der Slava sveti Stefan, wurde vor Kriegsausbruch 1992 die Serbische Republik Bosnien-Herzegowina, später dann nur Serbische Republik (Republika Srpska), ausgerufen. Wir gratulieren zum 25.Geburtstag und alles gute an unsere Brüder westlich der Drina.




    Zur Feier des Tages ein schönes Touristenvideo

  • Heute feiern die meisten Orthodoxen Christen Weihnachten, wir wünschen allen ein frohes Fest. MIR BOŽIJI HRISTOS SE RODI!

    Bei den Orthodoxen Christen sagt man anstatt frohe Weihnachten Hristos se rodi, übersetzt "Jesus ist geboren". Wenn man dies zu einem sagt erwiedert er mit Vaistinu se rodi, übersetzt "Er ist wahrlich geboren". Natürlich kann man auch frohe Weihnachten (Srećan Božić) dahinter hängen wenn man möchte was auch viele tun.

  • Balkanmensch on BoardDatum04.01.2017 19:35
    Foren-Beitrag von Divac Vlade im Thema

    Zitat
    Danke für die Begrüssung.

    Ich erhoffe mir mehr von Serbien und generell mehr aus der Region zu erfahren.
    Die Musik gefällt mir schon mal.



    Was untersnimmst du denn gerne so , Städtetour? Wandern? Paddeln?



    Zitat
    Der erste, aber nicht der letzte User. Noch viele werden kommen.
    Auf die Zukunft.



    Dein Wort in Gottes Ohr. Daj Bože

  • Prost 2017Datum03.01.2017 21:22
    Foren-Beitrag von Divac Vlade im Thema

    Danke Balkanmensch. auch dir wünschen wir ein besonderes und vor allem gesundes neues Jahr 2017! Wir freuen uns sehr das du hier bist und hoffentlich bleibst du uns noch lange erhalten

  • Balkanmensch on BoardDatum03.01.2017 21:19
    Foren-Beitrag von Divac Vlade im Thema

    Herzlich willkommen lieber Balkanmensch, Makedonien ist mir wohl bekannt. Wir freuen uns das du Interesse an unser Serbien Forum gekriegt hast. Darf man fragen was dich genau interessiert, was würdest du gerne mehr über das serbische Volk erfahren?
    Welche Naturattraktionen interessieren dich?


    ps: Du bist nebenbei unser erster User

  • Orthodoxe WeihnachtsfastenzeitDatum23.12.2016 17:57

    Die Weihnachtsfastenzeit dauert vom 15. November bis zum 24. Dezember, nach heutigem neuem Kalender vom 28. November bis 06. Januar. Die meisten Orthodoxen Kirchen halten sich dabei an den julianischen Kalender (Serbische, Russische, Georgische, usw.); andere an einen neuen Kalender (Griechische, Rumänische, Bulgarische, usw.), der mit dem heute in der Welt gebräuchlichen gregorianischen Kalender derzeit noch identisch ist.

    Woher kommt das Fasten und was ist sein Zweck?

    Das christliche Fasten hat seine Herkunft vom Herrn Christus. Der Herr selbst hat vierzig Tage gefastet, bevor er begann, seine Glaubenslehre zu predigen, genauso wie vor ihm auch der Prophet Moses und andere Propheten gefastet haben. Auch die Apostel haben gefastet, so wie alle orthodoxen Christen durch die Jahrhunderte. "Das Fasten hat allen Heiligen im Leben die Richtung zu Gott gezeigt", sagt der heilige Basilius der Große. Das erste göttliche Gebot im Paradies war das Gebot über das Fasten, das heißt über die Enthaltsamkeit. Daher war die erste Sünde des Menschen die Sünde gegen das Fasten. Genauso wie an der Sünde sowohl die Seele als auch der Körper beteiligt sind, ist es notwendig, dass beide an der Tugend und an der Befreiung von der Sünde teilnehmen. Der Zweck des Fastens ist die Reinigung des Körpers, die Stärkung des Willens, die Erhebung der Seele.

    Durch das Fasten erinnern sich die Christen an die Leiden Christi für ihre Erlösung. Das wahre Fasten hat zwei Bestandteile, den körperlichen und den geistigen. Das Fasten besteht aus Enthaltsamkeit von Essen mit Fett und von übertriebenem Essen, aber vor allem aus Enthaltsamkeit von schlechten Gedanken, Wünschen und Handlungen. Das Fasten vervielfältigt die Liebe und das Gebet sowie die Bereitschaft zur Ausübung aller evangelischen Tugenden. Die Seele hat zwei Flügel, mit denen sie zum Himmel fliegt: das Fasten und das Gebet. Das Fasten ist die Arznei für alle geistigen und alle körperlichen Krankheiten, und es schützt vor jeder dämonischen Handlung.

    Der Heiland selbst hatte gesagt: "Aber diese Art fährt nur aus durch Beten und Fasten". Durch das Fasten werden die Seele und der Körper vorbereitet, ein Tempel des Heiligen Geistes zu werden. Das wahre geistige Leben ist ohne Fasten undenkbar.

    Es gibt Fastenzeiten, die mehrere Tage dauern (die große Fastenzeit vor Ostern, das Apostelfasten - die Fastenzeit vor dem Feiertag der heiligen Apostel Peter und Paul -, die Fastenzeit vor dem Entschlafen der allerheiligsten Gottesmutter und steten Jungfrau Maria und das Weihnachtsfasten), sowie Fasten, das einen Tag dauert (an jedem Mittwoch und an jedem Freitag außer in den fastenfreien Wochen, dann am Tag vor Theophanie [am 5. Januar], am Tag der Enthauptung des ehrwürdigen Johannes des Vorläufers [am 29. August] und am Tag der Kreuzerhöhung [am 14. September]).

    Info: Der erste Absatz des Textes ist von User Milutin aus dem Balkanonline Forum, der untere Teil aus einem Orthodoxen Katechismus.

  • Heute ist nach alten (Orthodoxen) Kalender der Heilige Nikolaus (serbisch Sveti Nikola), einer der bedeutensten Feiertage in Serbien und zudem die meist gefeierte Slava des Landes. Alle die unsere Seite mitverfolgen und heute feiern, wünschen wir eine frohe Slava! Bei uns sagt man, heute feiert halb Serbien und die andere Hälfte ist zu Gast. Živeli


    Zitat
    Nikolaus von Myra (altgriech. Νικόλαος Μυριώτης, Nikolaos Myriotes; * zwischen 270 und 286 in Patara; † 6. Dezember 326, 345, 351 oder 365[1]) ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird im gesamten Christentum mit zahlreichen Volksbräuchen begangen.

    Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals Teil des römischen, später des byzantinischen Reichs, heute der Türkei. Sein griechischer Name Nikólaos (aus νίκη und λαός) bedeutet Sieg des Volkes und war bereits in vorchristlicher Zeit gebräuchlich.







    Sagen über Wunder die sveti Nikola bewirkt haben soll:

    Mitgiftspende


    Mitgiftspende: Bewahrung vor der Prostitution

    Ein verarmter Mann beabsichtigte, seine drei Töchter zu Prostituierten zu machen, weil er sie mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten konnte. Nikolaus, noch nicht Bischof und Erbe eines größeren Vermögens, erfuhr von der Notlage und warf in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen. In der dritten Nacht gelang es dem Vater, Nikolaus zu entdecken, ihn nach seinem Namen zu fragen und ihm dafür zu danken. Aufgrund dieser Legende wird der Heilige oft mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln als ikonografischem Heiligenattribut dargestellt.

    Stillung des Seesturms

    In Seenot geratene Schiffsleute riefen in ihrer gefährlichen Lage den heiligen Nikolaus an. Ihnen erschien ein mit Wunderkräften ausgestatteter Mann und übernahm die Navigation, setzte die Segel richtig und brachte sogar den Sturm zum Abflauen. Daraufhin verschwand der Mann wieder. Als die Seeleute in der Kirche von Myra zum Dank für ihre Rettung beteten, erkannten sie den Heiligen und dankten ihm. Wegen dieser und ähnlicher Erzählungen wurde Nikolaus zum Patron der Seefahrer.

    Kornwunder


    Nikolaus und das Kornwunder (Altartafel in der Kirche St. Mariae in Mühlhausen in Thüringen)

    Während einer großen Hungersnot erfuhr der Bischof von Myra, dass ein Schiff im Hafen vor Anker lag, das Getreide für den Kaiser in Byzanz geladen hatte. Er bat die Seeleute, einen Teil des Kornes auszuladen, um in der Not zu helfen. Sie wiesen zuerst die Bitte zurück, da das Korn genau abgewogen beim Kaiser abgeliefert werden müsse. Erst als Nikolaus ihnen versprach, dass sie für ihr Entgegenkommen keinen Schaden nehmen würden, stimmten sie zu. Als sie in der Hauptstadt ankamen, stellten sie verwundert fest, dass sich das Gewicht der Ladung trotz der entnommenen Menge nicht verändert hatte. Das in Myra entnommene Korn aber reichte volle zwei Jahre und darüber hinaus noch für die Aussaat.

    Stratelatenwunder

    Nikolaus lernte drei oströmische Feldherren (griech. στρατηλάτης, stratelates, Feldherr) kennen, die er zu sich nach Myra einlud. Sie wurden Zeugen, wie der Bischof drei unschuldig zum Tod Verurteilte vor der Hinrichtung bewahrte, indem er dem Scharfrichter das Schwert aus der Hand riss. Zurück in Byzanz wurden die drei Feldherren Opfer einer Intrige und selbst zum Tod verurteilt. Im Kerker erbaten sie die Hilfe des heiligen Nikolaus, der daraufhin dem Kaiser und dem Intriganten im Traum erschien. Zutiefst erschrocken veranlasste der Kaiser die unverzügliche Freilassung der Feldherren.[10]

    Heimführung eines verschleppten Kindes

    Ein Mann, der den heiligen Nikolaus um Hilfe bitten wollte, dass ihm endlich ein Kind geboren werde, traf den Bischof nicht mehr lebend an, sondern kam gerade noch zur Bestattung. Er nahm ein Stück des Leinens, auf dem der Heilige lag, als Reliquie mit. Am 6. Dezember des folgenden Jahres bekam das Ehepaar tatsächlich einen Sohn. Das Kind wurde jedoch an seinem siebten Geburtstag von Arabern nach Babylonien entführt. Wiederum genau ein Jahr später wurde das Kind, das seither als Sklave arbeiten musste, von einem Wirbelwind erfasst und genau vor der Nikolauskirche abgesetzt, in der die Eltern für die Rückkehr des Jungen beteten.

    Wannen- und Säuglingswunder

    Nikolaus soll bereits als Säugling so fromm gewesen sein, dass er an den Fastentagen der Woche, mittwochs und freitags, die Brust der Mutter nur einmal nahm. Als er das erste Mal gebadet werden sollte, stand er angeblich bereits aufrecht ohne fremde Hilfe in der Wanne.


    Bekehrung eines Juden durch das Nikolausbild

    Ein sehr reicher Jude, der von den Wundertaten des Heiligen gehört hatte, ließ sich ein Heiligenbild anfertigen und befahl diesem, während seiner Abwesenheit über seine Schätze zu wachen. Trotzdem wurde seine Habe von Dieben gestohlen. Der Jude, verbittert über den Raub, machte dem Bildnis schwere Vorwürfe und strafte es mit Stock- und Peitschenhieben. Der heilige Nikolaus erschien daraufhin den Dieben und kündigte ihnen den Tod am Galgen an, wenn sie die Habe nicht zurückbrächten. Erschrocken gaben die Diebe das gestohlene Gut zurück und berichteten dem Juden von ihrer Erscheinung. Tief beeindruckt ließ sich der Jude taufen.[13]

    Bekämpfung der Diana


    Entlarvung der Diana (Altartafel in der Kirche St. Mariae in Mühlhausen in Thüringen)

    Da in der Umgebung von Myra viele noch immer an die alten römischen Götter glaubten, ließ Nikolaus einen der Diana geweihten Baum umschlagen. Erbost über die Zerstörung ihres Heiligtums stellte die Göttin griechisches Feuer her, das sie in Gestalt einer frommen Frau Seeleuten übergab, die zu Schiff nach Myra pilgerten. Sie sollten bei ihrer Ankunft die Wände der Kirche mit dem Öl bestreichen. Nicht wissend, dass griechisches Feuer auf Wasser und Steinen brennt, nahmen die Pilger das Öl mit. Unterwegs kreuzte ein kleines Boot mit Nikolaus an Bord ihren Kurs. Der Heilige warnte die Pilger und forderte sie auf, das Öl ins Meer zu gießen. Sie gehorchten, und plötzlich stand die gesamte Wasseroberfläche in Flammen. Als die Pilger in Myra ankamen, erkannten sie den Mann in dem Boot wieder und dankten ihm für die Errettung.

    Rettung des ertrunkenen Sohnes

    Ein Vater pilgerte mit seinem Sohn nach Myra, um der Kirche einen wertvollen Kelch zu stiften. Bei genauer Überlegung erschien ihm der Kelch zu wertvoll, und er ließ einen billigeren anfertigen. Während der Überfahrt nach Myra bat der Vater den Sohn, mit dem ersten Kelch etwas Wasser aus dem Meer zu schöpfen. Bei diesem Versuch fiel der Sohn über Bord und verschwand in den Wellen. Als der Vater schließlich, in Myra angekommen, den zweiten Kelch auf den Altar der Nikolauskirche stellen wollte, fiel die Gabe immer wieder herunter. Plötzlich stand der verschollene Sohn mit dem ersten Kelch in der Kirche und berichtete, dass der heilige Nikolaus ihn gerettet habe. Daraufhin stiftete der Vater beide Kelche.

    Bestrafung und Begnadigung eines Betrügers

    Ein Christ lieh von einem Juden Geld und versprach, es rechtzeitig zurückzuzahlen. Dieser Verpflichtung kam er allerdings nicht nach und die beiden gingen vor Gericht. Um einen Meineid zu umgehen, ließ sich der Christ einen Trick einfallen: Er füllte das geliehene Geld in einen hohlen Stock. Während des Schwurs bat er den Juden, den Stock so lange zu halten. Er schwor daraufhin, dass er das Geld bereits zurückgegeben habe. Der Jude gab den Stab zurück und blieb geprellt. Als die beiden nach Hause gingen, wurde der Christ von einem vorbeifahrenden Wagen überfahren und starb. Bei dem Unfall zerbrach der Stock, und der Jude erkannte die Arglist. Die umstehenden Leute forderten den Juden auf, sich nun das Geld zu nehmen, da der Christ seine gerechte Strafe erhalten habe. Voll Mitleid entgegnete der Jude, dass er das Geld nur nehmen werde, wenn der heilige Nikolaus den Christen wieder zum Leben erwecke. Tatsächlich erhob sich darauf der meineidige Christ wieder, und der Jude ließ sich taufen.

    Auferweckung der getöteten Scholaren


    Auferweckung der getöteten Scholaren (Altartafel in der Kirche St. Mariae in Mühlhausen in Thüringen)

    Drei Scholaren wurden in Myra von einem Gastwirt, bei dem sie auf dem Weg zu ihrem Studienort Athen logierten, aus Habgier getötet. Der Mörder zerstückelte die Leichen und pökelte die Teile in einem Salzfass ein. Durch einen Engel erfuhr der heilige Nikolaus von der Untat, ging zu dem Gastwirt und sagte ihm die Tat auf den Kopf zu. Anschließend erweckte der Heilige durch seine Fürbitte bei Gott die Scholaren wieder zum Leben.

    Erweckung eines Jungen

    Ein Mann feierte jedes Jahr dem heiligen Nikolaus zu Ehren ein Fest. An einem Abend bat der Teufel, verkleidet als Pilger, an der Tür um ein Almosen. Als der Sohn das Almosen geben wollte, stand der Pilger nicht mehr an der Tür. Der Sohn eilte ihm bis zu einem Kreuzweg nach. Daraufhin zeigte der Pilger sein wahres Gesicht und erwürgte den Jungen. Als der Vater von der Tat erfuhr, beklagte er sich bei dem Heiligen und fragte, ob das der Lohn für seine Verehrung sei. Da kehrte der Sohn wieder ins Leben zurück.

    Quellenwunder am Grab

    Bei der Grablegung des heiligen Nikolaus entsprang am Kopfende des Sarkophags eine Quelle mit Salböl und am Fußende eine mit Wasser.[19]

    Heutzutage ist der Ritus der Erhebung der Santa manna Teil der alljährlichen Feiern in Bari zum Gedenken an die Reliquientranslation.[20] Denn die Manna, jene Flüssigkeit, die sich im ursprünglichen Grab des Heiligen in Myra bildete, entsteht auch im Reliquiengrab in der Krypta der Basilika in Bari. Es gibt dafür verschiedene Bezeichnungen: italienisch manna, lateinisch oleum (Öl) oder unguentum (Salböl), griechisch myron (Duftsalböl), russisch miron (Salböl). Im Jahr 1925 wurde die Flüssigkeit von der Universität in Bari chemisch analysiert und stellte sich als ziemlich reines Wasser heraus. Es werden im Wesentlichen zwei Erklärungen vertreten: Während die einen von einem echten Wunder sprechen, weil die Reliquien das Jahr über verschlossen liegen und nur am 9. Mai mit der Atmosphäre in Kontakt kommen, vertreten andere die Meinung, es handle sich um eine natürliche Kondensation. Zwar bestätigen Gläubige, sie hätten durch die Manna Trost und Hilfe erfahren; dennoch wird dieser Kult nicht propagiert oder gefördert, damit der Unterschied zwischen Erlebnissen privaten Glaubens und allgemeingültigen verpflichtenden Lehren erhalten bleibt.

    Gewonnen wird die Manna am Jahrestag der Translatio, am Abend des 9. Mai. In einer feierlichen Messe des Erzbischofs der Diözese Bari-Bitonto wird der Heilige Geist angerufen, damit das Mannawunder sich ereigne. Der Rektor der Kirche entnimmt dem Reliquiengrab die Flüssigkeit, hebt dann die Ampulle empor und bietet sie der Verehrung durch die Gläubigen dar. Die Manna gilt als Unterpfand des Schutzes für die Stadt und die Pilger durch den Heiligen.

    Etwa ein halber Liter oder wenig mehr wird dabei dem Grab entnommen. Später wird die Manna in große Behälter mit Weihwasser gegossen und daraus füllt man die kleinen Behältnisse, die im Devotionalienladen der Basilika angeboten werden. Trotz dieser Verwässerung der Manna gilt die Flüssigkeit als eine Art Reliquie, weil sie mit den Gebeinen des Heiligen in Kontakt gekommen ist.

    Gläserne Fläschchen mit entsprechender Bemalung und Beschriftung sind in der Volkskunst Süditaliens verbreitet.

  • Was ist die serbische Slava?Datum18.12.2016 08:00

    Slava

    Slava (kyrillisch Слава; von serb. slaviti „feiern“) ist ein serbisch orthodoxes Familienfest, das zu Ehren des Familien-Schutzheiligen gefeiert wird. Dieser Brauch wird vor allem in Serbien gefeiert und gilt dort als wichtiger Teil der Kultur. Aber auch von Serben in Montenegro, in der Republik Mazedonien, in Teilen Bulgariens und Bosnien und Herzegowinas, Kroatien, Albanien, Rumänien, Griechenland und Russland feiert man die Slava.


    Ikonen mit dem Slavski kolač, der Slava-Kerze und Blumen

    Geschichte

    Der Ursprung des Brauches ist nicht genau geklärt. Einer Theorie der nationalen Romantik des 19. Jahrhunderts zufolge führt der Brauch der Slava weit in die Zeit der Christianisierung der Serben und benachbarter Slawenstämme im 9. Jahrhundert zurück. Demnach besaßen die Serben einst eine ganze Reihe von Göttern, darunter auch Familiengötter- oder Geister ähnlich den römischen Laren. Um ihnen den Übertritt zum christlichen Glauben zu erleichtern, wurde die Slava ins Leben gerufen, in der christliche Heilige den Platz der früheren Familiengötter einnahmen. Für diese Theorie gibt es jedoch, historisch betrachtet, keine sicheren Belege. Bekannt sind so genannte imendani, Namenstage, Feste für die Schutzheiligen, wie sie auch anderen christlichen Völkern eigen sind. Möglich ist, dass sich der imendan während der osmanischen Herrschaft zur Slava entwickelte, in der das Schutzfest des christlichen Patrons nun ganze Familien und sogar weite Regionen vereinigte und zugleich als Identitätsfestigung sowie Abgrenzung gegen die damals drohende Islamisierung diente. Die imendani dagegen haben sich bei den orthodoxen Bulgaren, Mazedoniern und Russen als Hauptfeste der Schutzheiligen erhalten. Der Unterschied zwischen der Slava und dem imendan ist der, dass die Slava von einer Generation zur nächsten vererbt werden soll, d.h. von den Eltern zu den Kindern, während der imendan individuell ist und meistens jener Schutzpatron gefeiert wird, an welchem Tag der jeweilige Christ getauft wurde und/oder dessen oder deren Namen bekommen hatte. In der Slava haben nicht nur Familien, sondern auch orthodoxe Kirchen, Klöster, Schulen, Dörfer und Städte ihren eigenen Hauspatron. Das bedeutet, ein bestimmter Kirchenheiliger beschützt Familie oder Kirche und der Namenstag dieses Heiligen wird alljährlich besonders festlich begangen. Es wurde Wert darauf gelegt, die Festtage hauptsächlich im Frühjahr, Herbst oder Winter zu begehen, sodass die Arbeit der Erntemonate nicht unterbrochen wurde. In früheren Zeiten konnten diese Feste bis zu drei Tagen dauern; in manchen ländlichen Gebieten hat sich dies erhalten, doch in den größeren Städten begnügt man sich heutzutage mit einem Tag des Feierns.

    Erbschaft

    Abweichend von den meisten Bräuchen, die von einem ganzen Volk am gleichen Tag gefeiert werden, wird das Fest des Familienschutzheiligen von jeder Familie an einem anderen Tag gefeiert. Der Familienschutzheilige wird vom Vater (Familienoberhaupt) zum Sohn vererbt. Töchter erben den Familienschutzheiligen nur wenn sie zu Hause bleiben. Verheiratete Frauen feiern üblicherweise den Familienschutzheiligen des Mannes. Traditionell wird das Fest des Familienschutzheiligen zu Hause (Stammhaus der Familie) gefeiert, in Ausnahmefällen, wenn ein Familienmitglied beispielsweise in der Ferne wohnt und unverheiratet ist, kann das Familienoberhaupt demjenigen die Erlaubnis erteilen, die Slava auch dort zu feiern. Sobald einer der Söhne geheiratet hat und seine eigene Familie gegründet hat, ist er verpflichtet, in seinem Zuhause die gleiche Slava wie sein Vater (auch zu Lebzeiten seines Vaters) zu feiern. Eine Erlaubnis seitens des Familienoberhaupts ist nicht notwendig.

    Zeremonie


    Am Vortag der Slava werden die Speisen in der Kirche gesegnet.

    Am Vortag der Slava werden der Slavski Kolač, das Koljivo und der Slava-Wein in der Kirche gesegnet. Am Tag der Slava geht die Familie in die Kirche und nimmt am Abendmahl teil, nach der Kirche kommt der Priester nach Hause. Der Priester hält einen kleinen Gottesdienst in Gedenken an den Familienheiligen, er weiht den Slavski Kolač und das Koljivo und zündet die Slava-Kerze an.

    Die gesamte Familie, Freunde, gute Bekannte treffen sich zum Festessen. Wichtig sind dabei folgende Utensilien: Wasser, Weihrauch, der Slava-Wein und ein Sträußchen Basilikum.

    Darüber hinaus werden verschiedene traditionelle Speisen serviert, zum Beispiel der Slavski Kolač (dt.: festlicher Kuchen) und Koljivo oder Žito (eine Speise aus Weizen, Nüssen, Zucker und Muskatnuss). Nach dem Eintreffen der Gäste nimmt das Familienoberhaupt (Patron) den ersten Löffel Žito und bekreuzigt sich, danach folgen Ehefrau, Söhne, Töchter und anschließend alle anderen, die sich zur Feier eingefunden haben (Žito wird auch bei Hochzeiten und Beerdigungen gereicht und spielt eine wichtige Rolle im mythischen Glauben).

    Jedoch unterscheiden sich solche Bräuche von Region zu Region und oft auch von Dorf zu Dorf. Daher besteht keine genaue Beschreibung einer Zeremonie oder genau übermittelten Tradition.
    UNESCO

    Die Slava wurde 2014 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.





    Welche Slava feiert ihr?

  • Thema von Divac Vlade im Forum Serbien - Сl...

    9000 Jahre Geschichte weisst die Donau in Serbien vor. 588 km fließt die Donau durch Serbien, hier werden auch Schiffsfahrten angeboten von Novi Sad über Belgrad bis zum Djerdap wo die Donau die Karpaten durchbricht. Der Djerdap Natoionalpark bildet die grösste Flußklippenlandschaft Europas. Die breitest Stelle der Donau in Serbien beträgt 5,4 km.

    In diesen Tourivideo hat man Einblicke über die Landschaften, Orte und Kulturen die man entlang der serbischen Donauküste mitnimmt.

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