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  • Serbien InfoDatum18.11.2016 15:57
    Thema von Partizan011 im Forum Serbien - Сl...


    Landesflagge



    Wappen



    Europakarte



    Serbien (serbisch Србија/Srbija Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i; amtlich Republik Serbien, serbisch Република Србија/Republika Srbija) ist ein Binnenstaat in Südosteuropa. Serbien liegt im Zentrum der Balkanhalbinsel und grenzt im Norden an Ungarn, im Osten an Rumänien und Bulgarien, im Süden an Mazedonien und Albanien, im Südwesten an Montenegro und im Westen an Bosnien und Herzegowina und Kroatien.
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    Serbien hat 8.926.687 Einwohner (ohne Kosovo 7.186.862). Hauptstadt und Metropole des Landes ist Belgrad, weitere Großstädte sind auch Novi Sad, Niš, Priština, Kragujevac und Subotica.

    Serbiens jüngere Geschichte ist geprägt durch seine Rolle als größter Teilstaat Jugoslawiens. Es ist seit dem endgültigen Zerfall Jugoslawiens 2006 auch „alleiniger Rechtsnachfolger“ der im Jahr 1992 gegründeten Bundesrepublik Jugoslawien (ab 2003 Staatenunion Serbien und Montenegro).[6][7]

    Serbien ist Mitglied der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation (SMWK) und des Mitteleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA) und unterhält weitere Freihandelsabkommen. Die Wirtschaftsleistung des Landes ging infolge der Jugoslawienkriege stark zurück; in den Jahren von 2003 bis 2008 erholte sie sich wieder etwas.[8] Nachdem kurzfristig wichtige Erfolge im Rahmen des EU-Beitrittsprozess erreicht worden waren (so u. a. das Inkrafttreten eines Interimsabkommen für Handelserleichterungen mit der EU und die Abschaffung der Visumpflicht für serbische Staatsbürger[9]), reichte Serbien offiziell am 22. Dezember 2009 seine Kandidatur für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union ein[10] und erhielt am 1. März 2012 offiziell den Status eines Beitrittskandidaten.[11]

    Lage, Relief und geographische Gliederung

    Das Zwischenstromland Syrmiens einer der Landschaften der Vojvodina. Landsat 8 ETM+ Aufnahme, 12. März 2014 (Infrarot-Falschfarben-Luftbild)
    Serbien erstreckt sich über vier Breitengrade am Rande der Subtropen zwischen 46° 11′ N (bei Subotica in der nordserbischen Provinz Vojvodina) und 41° 16′ N bei Preševo. Von Ost nach West bilden die Stara Planina bei Dimitrovgrad (23° 01′ E). sowie die Donau bei Bezdan (18° 51′ E) die Grenzpunkte. Niedrigster Punkt ist der Austritt der Donau bei Prahovo in Ostserbien mit 17 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchste Punkt ist die 2656 Meter hohe Đeravica im Prokletije (Kosovo) bzw. der 2169 Meter hohe Midžor an der bulgarischen Grenze.

    Das Gebiet Serbiens setzt sich aus zwei Landschaftstypen zusammen, die durch die Save-Donau-Linie geteilt werden. Nördlich der Save- und Donau-Ebene liegt die Vojvodina, ein Tiefland in der Pannonischen Tiefebene, wo nur das sanfte Rumpfgebirge der Fruška Gora und die Karpatenausläufer der Vršačke Planine im Relief etwas hervortreten. Die ehemaligen Waldsteppen der Donauniederung sind durch die hydrologische Verknotung der wichtigsten Ströme Ostmitteleuropas gekennzeichnet und durch ehemals weite Auenlandschaften sowie die äolischen Flugsande (bekannt ist die Deliblatska peščara als „europäische Sahara“) und fruchtbare Schwarzerdeböden sowie Löß gekennzeichnet.

    Südlich von Save und Donau ist das Land in Zentralserbien und dem Kosovo überwiegend gebirgig, stellt sich aber durch das Nebeneinander von Gebirgen, Hochebenen, Beckenlandschaften und Flussebenen als topographisch vielfältiges und abwechslungsreiches Gebiet dar. Mit dem von Süd nach Nord praktisch zentral verlaufenden Flusssystem der Morava, die in der tektonischen Leitlinie der Morava-Furche die Gebirgszüge der Dinariden, Karpaten und Balkangebirge in eine westliche und östliche Gruppe trennt, und den als Schluchten ausgebildeten Nebenflüssen der Westlichen und Südlichen Morava, Ibar sowie der Drina, dem Grenzfluss zu Bosnien, wird das zentrale Serbien vielfältig gegliedert. In den Becken der Metohija und des Amselfeldes und den flankierenden Hochgebirgszügen wie der höchsten Erhebung Serbiens, der Đeravica, findet sich sowohl durch die Entwässerung zum Mittelmeer (das Amselfeld entwässert durch die Bifurkation der Nerodimka sowohl zum Schwarzen Meer als auch zum Mittelmeer) und dem Wechselspiel von Beckenlandschaften und Hochgebirgshorsten der Übergang zum pelargonischen („mazedonischen“) Landschaftstyp, ein.


    Serbiens Landschaften und Regionen


    Gewässer

    Unterlauf der stark mäandrierenden Velika Morava bis zur Einmündung in die Donau. NASA Landsat 7 ETM+

    Hydrologie mit den Einzugsgebieten von Morava und Drina

    Hydrographisch befindet sich Serbien zum größten Teil im Einzugsbereich der Donau, die in ihrem Mittellauf das Land auf einer Strecke von 588 Kilometern durchquert. Dabei sind die Donau und ihre Zuflüsse in der pannonischen Tiefebene typische Niederungsflüsse mit schwachen Gefälle, zahlreichen Altarmen und weiten Schwemmterrassen. Aufgrund der häufigen Hochwassergefährdung der in einem bedeutenden hydrologischen Knoten liegenden Vojvodina wurden vielfach regulierende und wasserbautechnische Maßnahmen in Form von Hochwasserdämmen, Retentionsbecken und auch Ablauf- und Überlaufkanälen geschaffen. Die wichtigsten Donaunebenflüsse sind hier als der wasserreichste Donauzufluss die Save (in die wiederum die Drina mündet), der längste Donauzufluss Theiß sowie die Temesch. Donau, Theiß und Save bilden auch die einzigen schiffbaren Wasserwege des Landes.

    Unter den Donauzuflüssen Serbiens nehmen die Einzugsgebiete von Morava und Drina die größten Flächen ein. Dabei stellt der longitudinal verlaufende Moravagraben die Hauptkommunikationsader des Landes zwischen Donauebene und dem Mittelmeerraum. Hier verlief schon seit der Antike die historisch bedeutende Fernverkehrsstraße (Via militaris), die mit den dazu transversalen (quer verlaufenden) Tälern der Toplica, Nišava und Zapadna Morava die zentrale natürliche Verbindungsroute stellt. Da das ebenfalls longitudinale Drinatal durch seine vielfachen Windungen und steilen Schluchtabschnitte selbst keine durchgehende Kommunikationsachse darstellt, konnten die transversalen Täler der Drinazuflüsse dagegen zumeist erst mit der Vollendung der Bahnstrecke Belgrad–Bar in die moderne Verkehrsinfrastruktur integriert werden. Weil das Moravatal geologisch auch einen breiten tektonischen Graben bildet, der zumeist von kristallinen paläozoischen und metamorphen Gesteinen begleitet wird, das Drinatal aber in mesozoischen Sedimentgesteinen verläuft, die zumeist in Form von Karbonaten nur steile und enge Canyon-Täler zulassen, sind diese geologischen Prädispositionen auch ursächlich für die augenfälligen Hindernisse, die das Drinatal für die kommunikative Durchdringung der Südostdinariden stellt. In Ostserbien ist das Timok-Einzugsgebiet das bedeutendste und hier dessen wichtigste Verkehrsachse.

    Die größeren Gebirgsflüsse Zentralserbiens bilden zumeist Durchbruchstäler mit vereinzelten Talweitungen. Das mittlere Drina- sowie das Limtal sind teilweise durch Flussterrassen gestuft, auf denen sich daher einige größere Siedlungen etablieren konnten. Drina und Morava zeigen insbesondere in ihren Unterläufen stark mäandrierende Läufe; diese Talabschnitte gehören heute zu den periodisch hochwassergefährdeten Landschaften Serbiens, nachdem die Donau und Theißsysteme im 19. und 20. Jahrhundert reguliert worden waren. Viele der kleineren Flussläufe der Berggebiete, wie die Zuläufe der Rasina, sind als Torrente-Bäche durch episodische Sturzflut-Ereignisse auch für urbane Siedlungen eine ständige Bedrohung. Erosionsschutzmaßnahmen und Aufforstungsbemühungen in Teilen der gefährdetsten Einzugsgebiete sollen insbesondere die Sedimenttransportmengen, die bei diesen Ereignissen die größte Gefahr bilden, minimieren.

    Ein bedeutender Teil der hydrologischen Systeme in Serbien wird von Karstaquiferen bestimmt. Diese sind im westserbisch-dinarischen Kalksteingebirge sowie im karpato-balkanischen Gebirgsbogen Ostserbiens (Serbische Karpaten) flächenmäßig von Bedeutung.[12]

    Lediglich der äußerste Südwesten des Landes wird durch den Weißen Drin zur Adria, der äußerste Südosten über die Pčinja, welcher in den Vardar mündet, zur Ägäis hin entwässert.

    Größere stehende Gewässer finden sich heute zumeist als Altarme an Donau und Save, größter natürlicher See ist der Palić-See mit rund sechs Quadratkilometern Fläche. Unter den künstlichen Stauseen nimmt der Đerdapsee (Đerdapsko jezero) oberhalb des Eisernen Tores mit 163 Quadratkilometer auf serbischer Seite (gesamt: 253 km²) die größte Fläche ein. Bekannte Stauseen sind der Vlasinasee auf einer ehemaligen Hochmoorfläche im südostserbischen Bergland, der Perućacsee an der Drina sowie der Stausee im Uvac-Canyon.

    Mit 71 Meter ist der Jelovarnik im Kopaonik der höchste Wasserfall des Landes. Die größte und längste, aber nicht tiefste Schlucht Serbiens und in Europa ist das Eiserne Tor.

    Klima

    Das in der warmgemäßigten Klimazone liegende Serbien wird durch gemäßigtes Kontinentalklima geprägt. Die Niederschläge nehmen von Nordost nach Südwest ab, während auch insbesondere die Niederschlagsmaxima sich in gleicher Richtung von Frühsommer auf Herbst/Winter verlagern. Damit stellt sich ein Grundzug des Klimas Serbiens ein, der durch die Lage zu den relativ warmen Meeren (Adria, Ägäis und Schwarzes Meer) und der Gebirgsnatur bestimmt wird. Das Niederschlagsregime mit mediterranen Winterregen verliert sich mit der Küstenentfernung, ist aber noch im westserbischen Bergland und im Kosovo zu verzeichnen. Erst in der kontinentaler liegenden Vojvodina stellt sich der typische Niederschlagsverlauf Ostmitteleuropas mit einem frühsommerlichen Niederschlagsmaximum, der mit dem Sonnenhöchststand zusammen fällt, ein.

    Aufgrund der Kammerung des Reliefs treten vielfältige mikro- und makroklimatische Modifikationen auf, die durch ventilatorische Bedingungen und das Relief modifiziert werden. Gebirgsklimate finden sich in den höheren Gebirgen im Süden, Westen und Osten des Landes.

    Die Winter in Serbien sind allgemein kalt und schneereich, die Sommer sind warm. Der kälteste Monat ist der Januar, der wärmste ist der Juli. Die tiefste bisher gemessene Temperatur in Serbien lag bei −38,0 °C (26. Januar 1954 in Sjenica), die höchste bei 45,8 °C (16. August 2006 in Paraćin). Die Jahresdurchschnittstemperatur in Serbien liegt bei 10 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge bei 896 Millimeter.

    Die Windsysteme werden durch die jahreszeitlichen Druckgradienten bestimmt. Herrschen im Winter trocken-kalte Nordwinde vor, die durch das Sibirische Hoch erzeugt werden, (Košava, Severac, Moravac); so bringen Adria-Tiefs, (in den Übergangsjahreszeiten durch feuchtadiabatische Föhneffekte beim Aufsteigen der Luftmassen von der Adria über die Dinariden) warm-feuchte Winde aus Südwest (Jugozapadni vetar); auf die dann in Westserbien und der Saveniederung eine kurzzeitige Temperaturerhöhung folgt. Auf den Sommer-Etesien beruht der warme Južni vetar (Südwind) der auf der Vorderseite eines Balkanhochs von Süden über die Morava-Vardar-Furche nach Serbien einströmt. Während der Südwind auf der Rückseite des Hochs den kühleren Meltimi in der Ägäis bedingt.

    Naturschutzgebiete und landschaftliche Sehenswürdigkeiten

    Serbien verfügt über fünf Nationalparks, 20 Naturparks und rund 590 Naturschutzgebiete[13] mit einer Gesamtfläche von 7315,08 Quadratkilometern, womit mehr als acht Prozent der Fläche Serbiens unter Naturschutz stehen. Serbien hat Anteile am Grünen Band Europas und liegt im Blauen Herz Europas.[14][15]

    Diese für den Artenschutz und die Erhaltung der Biodiversität des Landes ausgewiesenen Schutzzonen stellen für seltene oder einmalige Tier- und Pflanzenarten, die einzigartigen Biotope sowie Landschaftselemente und Landschaftsformen auch überregional wichtige Reservate dar. Als exemplarische Standorte gelten dabei die Steppendünenlandschaft im Reservat Deliblatska peščara[16] sowie der Bergurwald im Nationalpark Tara-Gebirge.

    Im Tara–Gebirge bestehen im Nationalpark elf verstreute Standorte des voreiszeitlichen Relikts der schmalkronigen und „tannenähnlichen“ (aufgrund der lederartigen, weichen Nadeln) Serbischen Fichte (Picea omirka (Panč.) Purk.). Diese Standorte umfassen 2760 Hektar spezieller Reservatsflächen, die unter anderem auch die erstmals 2013 als neue Art anerkannte Akelei Aquilegia nikolicii beherbergen. Ein ungewöhnlicher reliktisch-endemischer Laubbaum, der 1856 von Josif Pančić erstmals im Jastrebica Gebirge aufgesammelt wurde, ist die nördliche Unterart des Griechischen Ahorns (Acer heldreichii ssp. visianii, serb. Planinski javor), der in Serbien in den subalpinen Bergwäldern ein Verbreitungszentrum besitzt. Er ist der klimahärteste Edellaubbaum der subtropischen Gebirge des Balkans und wird aufgrund der nachgesuchten Holzqualität auch international als bedeutendes Handelsprodukt im Tonholzsegment gehandelt (Geigenböden werden selbst in Italien häufig in Balkan maple Qualität angeboten, dem englischen Trivial- und Handelsnamen des Griechischen Ahornholzes). Auch für die Herstellung von Guslen stellt er in Serbien das am höchsten kotierte Ausgangsmaterial, wodurch die Vorkommen starker Nachstellung unterliegen.

    Unter den Steppenpflanzen findet sich im Deliblato-Dünen Naturschutzgebiet in einer 34.829 Hektar umfassenden Schutzzone wenige Standorte der aus ca. 40 Einzelpflanzen bestehenden Population der Banater Pfingstrose (Paeonia officinalis ssp. banatica (Rochel) Soó), die gleichzeitig die weltweite Population der Waldsteppen-Pflanze ausmacht.[17][18] Eine weitere Pfingstrose, zugleich die Nationalblume Serbiens – die Byzantinische Pfingstrose – wächst in den wärmeliebenden Eichenwäldern Ost-Serbiens und im Kosovo. In der Volksüberlieferung wird sie mit dem Blut der Amselfeld-Helden in Verbindung gebracht und heißt daher hier Amselfelder Pfingstrose (Kosovski božur).[19] Unlängst wurde von der auch als Heilpflanze verwendeten, tiefrot blühenden Art ein Bestand von ca. 2000 Pflanzen auf 100 ha am Maljan in der Kučaj planina entdeckt.[20][21]

    Die Landschaftsschutzgebiete wie das Spezielle Naturreservat Suva Planina beherbergen beispielsweise tertiäre tropische Relikte wie den Serbischen Felsenteller oder die endemische Pančić Akelei.[22] Diese an Felsstandorte im Kalkstein angepasste Arten gelten als typische Vertreter der paläoendemischen balkanischen Flora. Auch für viele weitere Arten im Red Data Book Serbiens sind diese Naturschutzgebiete und Reservate Rückzugsgebiete.

    Die fünf Nationalparks entsprechen der Kategorie II der IUCN.

    Bevölkerung

    Mit einem Durchschnittsalter von 40,7 Jahren zählt die serbische Bevölkerung zu den älteren (vgl. Deutschland 46,2) – rund 17,4 Prozent der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. Die Geburtenziffer liegt bei 1,78. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt bei Männern 71 und bei Frauen 76 Jahre. Eine Volkszählung in Serbien findet alle zehn Jahre statt, die letzte Zählung erfolgte im Jahr 2011.

    Ethnische Gruppen

    Die Zusammensetzung der Bevölkerung ist in den verschiedenen Landesteilen sehr unterschiedlich. Laut der Volkszählung von 2011, die im Kosovo nicht stattfand, bezeichneten sich 83,3 Prozent der Einwohner als Serben. Die bedeutendsten Minderheiten sind Ungarn (3,53 %), Roma (2,05 %) und Bosniaken (2,02 %). Kleinere Gruppen bilden die Albaner, Goranen, Bulgaren und Türken in den südlichen Landesteilen sowie Kroaten und Slowaken im Norden.[24]

    Laut offizieller Statistik leben in Serbien etwa 148.000 Roma. Inoffiziell wird ihre Zahl auf 500.000 Personen geschätzt.[25]

    In Zentralserbien leben zum allergrößten Teil Serben, daneben auch Walachen im Osten und Nordosten; Bulgaren im Südosten und Nordosten; sowie verteilt auch Roma. Im Sandžak sind einige Gemeinden mehrheitlich von Bosniaken/Muslimen besiedelt, im Preševo-Tal im südlichsten Zipfel von Zentralserbien leben vorwiegend Albaner. Insgesamt bezeichnen sich 89,48 Prozent der Bewohner Zentralserbiens als Serben, wobei die Bosniaken mit 2,48 Prozent die zahlenmäßig zweitgrößte Volksgruppe darstellen.

    Die Vojvodina (Banat, Batschka und Syrmien) ist schon seit Jahrhunderten durch ein Völkergemisch geprägt – vor allem aus Serben (65,05 %), Ungarn (14,28 %), Slowaken (2,79 %), Kroaten (2,78 %), Rumänen (1,50 %), Roma (1,43 %), Bunjewatzen und Schokatzen (ca. 1 %) und früher auch aus einigen hunderttausend Volksdeutschen (Donauschwaben, Österreicher u. a.), die nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Begründung der Kollaboration mit dem Feind vertrieben wurden. In die Vojvodina und das nördliche Engere Serbien siedelten sich in den letzten Jahren Hunderttausende (Binnen-)Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und dem Kosovo an. Trotzdem leidet die Vojvodina unter einem starken Bevölkerungsrückgang. Charakteristisch ist die Landflucht aus den eigentlich fruchtbaren Regionen und das Anwachsen der Stadtbevölkerung.

    Im Kosovo leben heute mehrheitlich Albaner (88 %). Die größte Minderheit bilden die Serben (7 %).


    Ethnische Karte Serbiens (Volkszählung 2011)




    Ethnische Karte von Kosovo (Volkszählung 2011), der serbisch besiedelte Nordkosovo hat die Volkszählung boykottiert

    Sprachen

    Die Hauptamtssprache in Serbien ist die serbische Standardsprache. Serbisch beziehungsweise Serbokroatisch wird fast überall im Land verstanden und gesprochen. In der nordserbischen Provinz Vojvodina sind neben Serbisch auch Ungarisch, Kroatisch, Russinisch, Slowakisch und Rumänisch als Amtssprachen anerkannt. Im Kosovo und Teilen Südserbiens wird Albanisch gesprochen.

    Nach der im November 2006 in Kraft getretenen Verfassung wird die serbische Sprache in Serbien offiziell in kyrillischer Schrift geschrieben, wobei im Alltag und in den Medien auch die lateinische Form vielfach zur Anwendung kommt.

    Religion


    Kirche des Hl. Sava von Serbien in Belgrad, eine der größten orthodoxen Kirchen der Welt


    Die überwiegende Mehrheit der Einwohner sind Christen, davon bekennt mit etwa 6,3 Millionen die Mehrheit zur serbisch-orthodoxen Kirche. Nach der Volkszählung von 2011 bekennen sich 84,6 Prozent der Bürger Serbiens (ohne den Kosovo) zum christlich-orthodoxen Glauben. Zudem gibt es noch mit 5 Prozent Katholiken, 1 Prozent Protestanten und einige wenige neuapostolische Christen. In Serbien sind auch Muslime (3,1 Prozent) ansässig. Als konfessionslos bezeichnen sich 3,1 Prozent der Bevölkerung, als Atheisten 1,1 Prozent und als Agnostiker 0,1 Prozent der Bürger Serbiens.[26]


    Städtekarte Serbiens



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  • Sava von Serbien









    Sava von Serbien (veraltet auch Saba, serbisch Свети Сава/Sveti Sava; * 1175 in Ribnica heute Podgorica[1]; † 14. Januar 1236 in Tarnowo, Bulgarisches Reich) ist ein apostelgleicher Heiliger der christlichen Orthodoxen Kirchen. Sava war jüngster Sohn des serbischen Großfürsten Stefan Nemanja und Bruder des ersten Königs aus dem Hause der Nemanjiden. Auf Sava gehen sowohl die Errichtung des serbischen Erzbistums, der Zuwendung zur Byzantinischen Ostkirche als auch die Gründung des serbischen Athos-Klosters Hilandar zurück, das der serbischen Kirche auf Dauer einen Festen Platz innerhalb der Orthodoxie sichern sollte.[2] Für die weitere theologische Entwicklung in der Serbisch Orthodoxen Kirche, der Unterrichtung des serbischen Klerus wie der spirituellen Zuwendung des serbischen Adels zur byzantinisch-christlichen Theologie spielten die beiden einmaligen Wallfahrten Savas nach Palästina zu den heiligen Stätten eine entscheidende Rolle.

    Sava war ein orthodoxer Erzbischof und gilt als bedeutender Lehrer sowie Verfasser des ersten serbischen Gesetzbuches (Nomokanon). Sein Gedenktag ist der 14. Januar, der nach julianischer Kalenderrechnung auf den 27. Januar des gregorianischen Kalenders fällt.

    Im Jahre 1594 verbrachte der osmanische Großwesir Sinan Pascha die sterblichen Überreste des heiligen Sava aus seiner Grablege in der Krönungskirche im Kloster Mileševa nach Belgrad um sie in provokativer Weise auf einem der höchsten topographischen Punkte der Stadt zu verbrennen. Auf dem wahrscheinlichen Verbrennungsort der Erhebung des Vračar-Hügels im heutigen engeren Stadtgebiet Belgrads wurde im 20 Jh. daher die Erinnerungsstätte der Kathedrale des Hl. Sava begonnen.

    Sava war sehr hilfsbereit. Er heilte viele Menschen und verbreitete Liebe und Christentum. Einige Jahre nach seinem Tod wurde er zum Heiligen erklärt.

    Leben

    Sein weltlicher Name war Rastko (Nemanjić). Er wurde um 1175 in Ras, der damaligen Hauptstadt Rasziens nahe dem heutigen Novi Pazar geboren. Er war der jüngste Sohn des serbischen Großžupan Stefan Nemanja und seiner Frau Ana. Sein ältester Bruder Vukan war Župan von Montenegro und Dalmatien (sog. Königreich Dioklitien und Dalmatien; Dalmatien war damals ein überregionaler Begriff und meinte allgemein die ostadriatische Küste, so dass viele Regenten Dalmatien in ihr Herrschaftsgebiet rechneten), sein zweiter Bruder Stefan serbischer Großžupan und ab 1217 serbischer König. Rastko selbst wurde mit 15 Jahren Župan von Zahumlje oder Hum, der heutigen Westherzegowina.

    Der damals 16-jährige und tiefgläubige Rastko floh nach Athos, der heutigen Mönchsrepublik in Griechenland. Auf seiner Flucht wurde Rastko von zwei russischen Mönchen unterstützt, die durch Zahumlje reisten. Er trat in das Kloster Aghios Panteleimon ein, wurde Mönch und nahm nach dem hl. Mönch Sabas, dem Gründer des Klosters Mar Saba, den Namen „Sava“ an.

    Das erregte in Athos Verwunderung und zugleich Bewunderung für den Fürstensohn, dem schon die Herzegowina zur Herrschaft anvertraut worden war. Sava war nicht nur zutiefst gläubig, er genoss auch eine gute Bildung, und bald wurde Sava einer der führenden Persönlichkeiten der Athos-Bruderschaft. Das Kloster Vatopedi, das damals bedeutendste Athos-Kloster, wählte ihn trotz seiner Jugend zum Abt.

    Sein Vater Stefan Nemanja war ein tief gläubiger Mensch, was auch seine Schriften und Botschaften zeigen. 1196 entsagte Stefan Nemanja dem Fürstenthron und folgte seinem Sohn Rastko-Sava auf den Athos. Nun waren Vater und Sohn, Fürst und Fürstensohn, Mönche im Kloster Vatopedi. Stefan Nemanja verstarb 1200 als Mönch Simeon auf dem Athos. Aus seinem Grab wächst eine Traubenrebe, die im Glauben vieler orthodoxer Christen Wunder bewirken kann: Wer im tiefen Glauben von den Trauben dieser Rebe kostet, dem soll bei Kinderlosigkeit geholfen werden können. Das Athos-Kloster Hilandar, von Sava und Simeon 1198 erneuert, bewahrt mehrere Tausend Dankbriefe, wo das Wunder von Simeon dem Mönch (Simeon Mirotočivi) geholfen haben soll.

    Auf dem serbischen Fürstenthron wurde von Stefan Nemanja sein zweiter Sohn Stefan Nemanjić eingesetzt, der spätere serbische König Stefan der Erstgekrönte. Nemanjas Erstgeborener Vukan, der die Nachfolge seines Vaters hätte antreten sollen, bekam Montenegro und Teile Dalmatiens. Es war im frühen Serbien nicht üblich, dass der zweite Sohn die Nachfolge antrat, und nachdem Stefan Nemanja verstorben war, lehnte sich Vukan mit Unterstützung vieler serbischer Stammesältester gegen seinen Bruder Stefan auf.

    Vukan wurde auch vom Königreich Ungarn und der römischen Kirche unterstützt, während Stefan mehr Sympathien für die Ostkirche zeigte. Stefan wurde vertrieben, kam aber mit bulgarischer Hilfe wieder auf den Thron zurück. Da Stefan Nemanja seinerzeit den bulgarischen Aufstand gegen Byzanz unterstützt hatte, herrschte damals eine tiefe Freundschaft zwischen Serbien und Bulgarien. Die Bulgaren gehörten der Ostkirche an und waren zugleich mit Ungarn befeindet, insofern war es für sie ganz natürlich, dass sie Stefan Hilfe gewährten. Vukan musste sein Vatererbe in Montenegro zurücklassen, bereitete aber erneut einen Aufstand. Das bewirkte, dass Sava um 1208 von Athos nach Serbien zurückkehrte, begleitet von den Gebeinen Stefan Nemanja-Simeons.

    Sava beschwor vor den Gebeinen des verstorbenen Vaters seine Brüder zur Versöhnung und schaffte tatsächlich, dass Frieden einkehrte in das von Bruderkriegen ausgeblutete Serbien. Die nächsten Jahre blieb Sava in Serbien und half bei der Überwindung der Wunden des Bürgerkriegs. Diese Jahre gelten als die bedeutendsten in seinem Wirken. 1217 kehrte Sava wieder nach Athos zurück.

    Die römische Kirche begann ihre Position in Serbien zu festigen, weswegen orthodoxe Serben auf den Athos kamen und dieses Sava und den anderen Mönchen mitteilten. Das beunruhigte die Athos-Mönche. Die Athos-Mönche saßen Rat und beauftragten Sava, den ökumenischen Patriarchen der Ostkirche um eine eigenständige Kirchenorganisation für Serbien zu bitten. Eine Delegation Athos-Mönche mit Sava unter ihnen reiste 1219 nach Nicäa, wohin der damalige ökumenische Patriarch Manuel I. nach der Eroberung von Konstantinopel ausgewandert war. Patriarch Manuel stimmte dem Vorhaben der Athos-Mönche zu, eine eigene Kirchenorganisation für Serbien ins Leben zu rufen, nur bedurfte es dafür eines Kandidaten. Die Athos-Mönche hatten ihre Wahl schnell getroffen: Sava wurde zum Erzbischof für Serbien und die Küstenländer gewählt und schließlich von Patriarch Manuel geweiht.

    1220 folgte die zweite Rückkehr des Sava nach Serbien, diesmal als Erzbischof von Serbien, begleitet von den fähigsten Athos-Mönchen. Dem konnte sich selbst König Stefan nicht widersetzen, oder er wollte es gar nicht. Zu Pfingsten 1221 wurde eine Volksversammlung berufen und Sava als Erzbischof bestätigt. Sava krönte danach seinen Bruder ein zweites Mal zum König, diesmal nach orthodoxem Ritus.

    Damit wurde die serbisch-orthodoxe Kirche ins Leben gerufen. Im Grunde entstand die serbisch-orthodoxe Kirche auf dem Athos, unter den Athos-Mönchen, weswegen orthodoxe Serben heute noch sehr eng verbunden sind mit der Mönchsrepublik.

    Nach der zweiten Wallfahrt zu den heiligen Stätten und zum Herrengrab in Jerusalem besuchte Sava den bulgarischen Kaiser Iwan Assen II. an dessen Hof in Tarnowo (heute Weliko Tarnowo). Er half dabei den orthodoxen Bulgaren, ihr Patriarchat zu erneuern. Man sieht, dass der heilige Sava wie ein richtiger Apostel Christi auch die geistliche Betreuung anderer Völker und Kirchen übernommen hat und nicht nur die Betreuung der Serbischen Kirche und des serbischen Volkes. Deshalb verehren ihn alle orthodoxen Christen als apostelgleichen Lehrer und Erleuchter.

    Sava verstarb in Tarnowo am 14. Januar (einige meinen am 12. oder 13. Januar) 1236 und wurde in der dortigen Zarenkiche „Heilige Vierzig Märtyrer“ beigesetzt. Savas Nachfolger als Erzbischof von Serbien, Arsenije von Syrmien, hat gemeinsam mit dem serbischen König Vladislav die sterblichen Überreste von Sava als Reliquien aus Bulgarien nach Serbien gebracht, trotz anfänglichem Widerstand der bulgarischen Kaiser, und sie im Kloster Mileševa bestattet. Die Osmanen verbrannten 1594 seinen Leichnam bei Belgrad, als Strafmaßnahme auf den serbischen Aufstand von 1593. Doch gelang es ihnen nicht, durch die Verbrennung die Verehrung des heiligen Sava zu unterdrücken.[3]


    Der heilige Sava um 1228, Kloster Mileševa

    Wallfahrten nach Palästina

    Nach heutigem Wissenstand hat Sava 1229/30 und 1234/35 zwei Palästinafahrten zu den heiligen Stätten unternommen.[4] Über diese wurde durch die Hilandarmönche Domentijan und Theodosius ausführlich berichtet. Die Anregung zu den Palästinareisen hatte er sicher während seines Aufenthalts ab 1191 auf dem heiligen Berg Athos von dortigen Jerusalem-Pilgern erhalten (u.a. der von Teodosije erwähnte Protos Dometios mit dem Beinamen 'Jerusalemer'), unternahm diese jedoch insbesondere zur Absicherung der Autokephalie seiner Landeskirche (seit 1217) durch die östlichen Patriarchen.[5]

    Sava hatte über seinen monastischen Namenspatron dem palästinensischen Mönchsvater Sabas eine lebendige Beziehung zum heiligen Land. Domentijan schildert in seiner Sava-Biographie die Palästina-Reisen Savas am ausführlichsten, was vielfach die Vermutung zulässt, das er diesen begleitet hatte. Seine Pilgerreise begann Sava an der Todes- und Auferstehungsstätte Jesu, in der Grabeskirche. Nach dem ihn der Jerusalemer Patriarch Athanasios II. begrüßt hatte, führte ihn der Weg auf seiner zweiten Reise mit denselben Geschenken wie die Drei Magier zur Geburtsstätte Christi Bethlehem. Danach besuchte er den Saal auf dem Berge Sion. Domentijan schildert wie Sava an allen Pilgerorten eine Liturgie zelebriert, die Himmelfahrtskirche mit den Fußspuren Jesu sowie die Häuser des Zacharias, dem Vater Johannes des Täufers sowie der hl. Joachim und Anna, den Eltern Marias, aufsuchte. Sava besuchte dann das Tempelgelände sowie den Ölberg und den Garten Gethsemani. Weitere Stationen waren die Wüste Jericho (Ort der Versuchung Jesu) und der Jordan (Ort der Taufe Jesu) wie ein längerer Aufenthalt in der Klostergründung seines mönchischen Namenspatrons der Lavra Mar-Saba bei Bethlehem. Hierbei gründete er nach Besuchen in den georgischen und russischen Klöstern ein serbisches (Kirche des hl. Johannes des Theologen). Zum Abschluss reiste er noch auf den Berg Tabor und nach Nazareth.

    Werke


    Erste Seite des Nomokanons Sava, Manuskript von 1262

    Savas bedeutendste Gründungen waren das Athos-Kloster Hilandar (gemeinsam mit seinem Vater Stefan Nemanja), das Kloster Žiča in Serbien (bis 1253 Sitz des orthodoxen Erzbischofs), das Erzengel-Kloster bei Jerusalem (heute nicht mehr existierend), sowie ein Hospital für orthodoxe Pilger in Akkon (auch nicht mehr existierend).

    Seine bedeutendsten geschriebenen Werke waren die Viten für seinen verstorbenen Vater Stefan Nemanja, das Typikon, die Klosterregeln, für das Athos-Kloster Hilandar, und 1217 der Nomokanon, das erste geschriebene serbische bürgerliche Gesetzbuch.

    Trivia

    Der osmanische Großwesir Sinan Pascha, der über die Serben verärgert war, weil sie sich zum Aufstand gegen die Türken erhoben hatten, befahl, dass die sterblichen Überreste des heiligen Sava aus dem Kloster Mileševa nach Belgrad gebracht und auf dem Berg Vračar verbrannt werden. Auf dem Vračar wurde ursprünglich eine dem heiligen Sava geweihte kleine Kirche errichtet. An dieser Stelle begannen 1935 die Bauarbeiten für den Dom des Heiligen Sava. Nach einem jahrzehntelangen Baustopp, wurde die Kathedrale 2004 eingeweiht.

    Von der römisch-katholischen Kirche wurde der heilige Sava im 16. Jahrhundert kanonisiert. In den darauffolgenden Jahrhunderten und im Nationalitätenkonflikt, der auch die Kirchen beeinflusste, geriet Savas Kanonisierung von der römisch-katholischen Kirche als Heiliger in Vergessenheit und ist ebenso heute vielen orthodoxen und römisch-katholischen Christen nicht bekannt.

  • Republika Srpska InfoDatum16.11.2016 23:08


    Flagge



    Wappen


    Die Republika Srpska (kyrillisch Република Српска, abgekürzt: РС/RS, deutsch oft als Serbische Republik übersetzt) ist neben der Föderation Bosnien und Herzegowina eine von zwei Teilrepubliken (Entitäten) des Staates Bosnien und Herzegowina. Sie wurde 1992 kurz vor Ausbruch des Bosnienkrieges ausgerufen. Regierungssitz und Hauptstadt ist seit 1998 Banja Luka, die größte Stadt in der Republika Srpska.

    Geografie

    Die Republika Srpska umfasst 24.857 km², das sind knapp 49 % des Staatsgebiets von Bosnien und Herzegowina. Ihr Gebiet umfasst den Norden und Osten Bosniens und den Osten der Herzegowina. Zwischen den beiden Teilgebieten westlich und östlich von Brčko besteht keine territoriale Verbindung. Der wenige Kilometer breite Korridor, durch den sie in der Vergangenheit miteinander verbunden waren, gehört heute zum Distrikt Brčko, der als Kondominium beider Entitäten unter direkter Kontrolle des Gesamtstaates steht. Die Grenzen der Republika Srpska umschließen die Föderation von Bosnien und Herzegowina im Norden und Osten. Das Gebiet der Republika Srpska grenzt im Norden an Kroatien, im Osten an Serbien, im Südosten an Montenegro und wiederum kurz an Kroatien.

    Städte

    Die wichtigsten Städte der Republika Srpska sind:

    im nordwestlichen Landesteil:
    Banja Luka (Regierungssitz)
    Prijedor
    Doboj
    Prnjavor
    Novi Grad
    Gradiška
    Derventa

    im östlichen Landesteil:
    Istočno Sarajevo einschließlich Istočno Novo Sarajevo und Pale (ehemalige Hauptstadt)
    Bijeljina
    Zvornik
    Trebinje
    Foča
    Višegrad


    Bevölkerung



    Die Republika Srpska hatte zur Volkszählung 2013 1.228.423 Einwohner. Die größte Volksgruppe waren mit 1.001.299 Personen (81,5 %) die Serben, Bosniaken mit 171.839 (14 %) und Kroaten mit 29.645 Personen (2,4 %) machen die grössten Minderheiten aus. Daneben leben auch 25.640 weitere Personen (2,1 %) in der Republika Srpska, die sich zu keiner der drei Nationalitäten bekennen.[13] Die Serben sind hauptsächlich serbisch-orthodox und verwenden sowohl die kyrillische als auch die lateinische Schrift. Die Bosniaken sind zumeist muslimisch, die Kroaten katholisch. Beide verwenden die Lateinschrift.



  • Montenegro InfoDatum16.11.2016 22:47


    Fahne



    Wappen



    Alte Landeslagge des Königreich Montenegro 1912


    Montenegro (serbisch Црна Гора/Crna Gora [’t͡sr̩naː ’ɡɔra]; albanisch Mali i Zi) ist eine Republik an der südöstlichen Adriaküste in Südosteuropa. Sie hat gemeinsame Landesgrenzen mit Kroatien (25 km), Bosnien und Herzegowina (225 km), Serbien (202 km) und Albanien (172 km). Nachdem Montenegro nahezu 90 Jahre zu Jugoslawien gehört hatte, wurde es am 3. Juni 2006 erneut unabhängig.

    Der Balkanstaat ist mit etwa 625.000 Einwohnern und einer Fläche von 13.812 Quadratkilometern einer der kleineren Staaten Europas – flächenmäßig etwas kleiner als Schleswig-Holstein. Die Hauptstadt und größte Stadt ist Podgorica, zweitgrößte Stadt ist Nikšić. Hauptwirtschaftszweige sind der Dienstleistungssektor und der Tourismus, vor allem an der montenegrinischen Küste.

    Montenegro ist Mitglied der Vereinten Nationen, der WTO, der OSZE und des Europarates. Zudem ist Montenegro Beitrittskandidat der Europäischen Union und besitzt den Beobachterstatus bei der NATO.

    Land

    Etymologie

    Montenegro, vom Venetischen „montagna negra“,[6] bedeutet „Schwarzer Berg“. Die Selbstbezeichnung Crna Gora kann „schwarzes Gebirge“, „schwarzes bewaldetes Gebirge“ oder „schwarzer Wald“ bedeuten. Im Österreich-Ungarn des 19. Jahrhunderts sagte man auch Schwarzenberg.

    Geographie

    Oro-mediterrane Stufe am glazial überprägten Pazua Kamm (Velje leto) im Orjen. Lebensraum für Krim-Pfingstrose und Orjen-Schwertlilie.

    Montane Tannen-Buchen- und subalpine Ahorn-Buchenwälder der Bijela gora. Im linksseitigen Vordergrund Schwarzkiefer

    Eine Betonie der Illyrischen Florenprovinz im sub-adriatischen Orjen (zu Betonica serotina s.l.)
    Montenegro ist ein im europäischen Vergleich relativ dünn besiedeltes waldreiches Gebirgsland im südöstlichen Teil des Dinarischen Gebirges. Die unzugänglichen Hochgebirge werden oftmals durch steile abweisende Canyons zerteilt. Darunter gilt die Tara-Schlucht als tiefste Schlucht Europas. Daher ist nur das durch zahlreiche Verbreiterungen geprägte Tal des Lims dichter besiedelt.

    Nur im Südosten wird Montenegro durch Niederungen geprägt. In der Kryptodepression des Skutarisees und der Niederung der unteren Morača und Cijevna liegen die fruchtbarsten Gebiete Montenegros. Hier wird unter anderem der landestypische Rotwein Vranac angebaut.

    Besondere Bedeutung haben die zahlreichen Poljen. Das Polje von Nikšić ist das größte und am dichtesten besiedelte. Neben den typisch mitteleuropäisch geprägten Buchen-, Tannen- und Fichtenwäldern Zentralmontenegros, die insbesondere mit ihrem Baumreichtum zu den artenreichsten Wäldern Europas zählen (u. a. finden sich in den Bergwäldern Montenegro die endemisch-reliktischen Baumarten Griechischer Ahorn, Schlangenhaut-Kiefer, Rumelische Kiefer und Baum-Hasel) sind auch mediterrane Hartlaubwälder mit Stein- und Mazedonischer Eiche vertreten. Am Skutarisee finden sich typische Auwälder mit Stieleichen und Weichholzauen. Die Urwälder der Nationalparks am Durmitor sowie Biogradsko jezero in der Belasica sind Rückzugs- und Lebensraum für Raubtiere wie Wolf, Braunbär und Luchs.

    Das Land lässt sich von Südwest nach Nordost in drei hauptsächliche Landschaftsräume gliedern:

    die steil abfallende und durch Buchten (z. B. Bucht von Kotor) gegliederte Steilküste am Mittelmeer (Adria) mit den historischen mediterranen Küstenorten
    das karge und wasserlose Karsthochplateau Altmontenegros (Rudine, Banjani und die Katunska nahija mit dem höchsten Küstengebirge Dalmatiens, dem Orjen mit dem Zubački kabao (1894 m) sowie dem Lovćen). Hier bieten nur wenige Poljen etwas landwirtschaftlich nutzbaren Boden (Grahovo, Cetinje),
    sowie das durch Canyons (Tara-Canyon, Piva-Canyon) tief zentralte, abweisende nordmontenegrinische Hochgebirgsland. Hier befinden sich die höchsten Erhebungen Montenegros und des gesamten Dinarischen Gebirges das Prokletijemassiv mit der höchsten Erhebung des Landes, dem Zla Kolata (2534 m) sowie das Durmitor-Massiv mit dem Bobotov Kuk (2522 m). Als einzigem Gebirge der Balkanhalbinsel halten sich im Durmitor (Gletscher Debeli namet) und insbesondere im Prokletije (Jezerce Spitze, Zla Kolata, Karanfil) noch ganzjährig zahlreiche Firnfelder und kleinere Gletscher (maximal bis 350 m lang und 300 ha Ausdehnung).[7][8] In den pleistozänen Kaltphasen war Montenegro das am stärksten vergletscherte Gebiet Südeuropas. Neue Quartärforschungen zu geologischen Ereignissen während der Eiszeit in den Südostdinariden haben eine schon früher vermutete massive Vergletscherung Montenegros während der Mindel-Eiszeit belegt.[9] Selbst im subadriatischen Orjen wurde für die Mindel Epoche ein Eisschild von bis zu 400 m Mächtigkeit und das Vorhandensein zahlreicher Auslassgletscher die bis zum Rand der Bucht von Kotor an der Adriaküste reichten, belegt.[10] Als Ergebnis der Großvergletscherung sind die Hochgebirge Montenegros typischerweise von Formen der Glazialmorphologie wie Glazialseen, Moränen, Trogtälern, Steilwänden und Karlingen geprägt. Bis heute sind sie auch ein Rückzugsgebiet der Eiszeitflora wie den eiszeitlichen Relikten Silberwurz (Dryas octopetala) und Edelweiß (Leontopodium alpinum). Das Vorkommen von Dryas wurde selbst noch auf der Bijela gora unweit der Adriaküste belegt, in dem sonst überwiegend mediterrane Hochgebirgspflanzen vorgefunden werden.

    Bevölkerung


    Verteilung der Ethnien nach Gemeinden

    Die Bevölkerung Montenegros ist wie die vieler Staaten Südosteuropas multiethnisch. Bei der Volkszählung 2011 bezeichneten sich 278.865 Personen oder 44,98 % der Bevölkerung als Montenegriner, 178.110 oder 28,73 % als Serben, 53.605 oder 8,65 % als Bosniaken, 30.439 oder 4,91 % als Albaner, 20.537 oder 3,31 % als Muslime (im ethnischen Sinn), 6251 oder 1,01 % als Roma, 6021 oder 0,97 % als Kroaten und 47.513 oder 7,68 % gaben eine andere oder keine Nationalität an bzw. gaben gar keine Daten an.[12]

    Die Serben stellen die Bevölkerungsmehrheit besonders in Gebieten im Norden Montenegros an der Grenze zu Serbien sowie an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina. In der Küstenstadt Herceg Novi stellen sie die Bevölkerungsmehrheit. Die Bosniaken und die Slawischen Muslime leben vor allem im Nordosten, um Plav und Rožaje im Dreiländereck von Serbien, dem Kosovo und Albanien. Eine weitere Minderheit bilden die Albaner, die vor allem in den Gebieten längs der Grenze zu Albanien und zum Kosovo leben. In der Gemeinde Ulcinj stellen sie die Bevölkerungsmehrheit mit 71 Prozent (Volkszählung 2011).

    Des Weiteren leben in Montenegro Heimatvertriebene, die in der Volkszählung nicht berücksichtigt sind, weil sie den Flüchtlingsstatus haben. Dabei handelt es sich um 6.926 meist serbische Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina und 16.137 Flüchtlinge aus dem Kosovo (meist Roma und Serben).[13]

    Sprachen

    Die Amtssprachen Montenegros sind laut der Verfassung[14] vom 19. Oktober 2007 Montenegrinisch, Serbisch, Bosnisch, Albanisch und Kroatisch. Artikel 11 des am 11. Mai 2006[15] verabschiedeten Minderheitengesetzes erlaubt dagegen die Verwendung von Minderheitensprachen als Amtssprachen nur in Gemeinden, in denen die betreffende Minderheit die Bevölkerungsmehrheit oder einen bedeutenden Teil der Bevölkerung stellt, was den montenegrinischen Behörden einen gewissen Spielraum bietet.[16] Das 2002 beschlossene Minderheitengesetz des Staatenbundes Serbien und Montenegro schrieb dagegen vor, dass der Anteil einer Minderheit an der Gesamtbevölkerung einer Gemeinde mindestens 15 Prozent nach der letzten Volkszählung betragen müsse, um ihre Sprache als Amtssprache auf Gemeindeebene anzuerkennen.[17]

    Sowohl das lateinische als auch das kyrillische Alphabet sind in Gebrauch. Besonders in den touristischen Küstenregionen wird die kyrillische zunehmend von der lateinischen Schrift abgelöst.

    Hinsichtlich des Namens der Sprache gibt es ebenso wie hinsichtlich der Nationalitätenbezeichnung unterschiedliche Meinungen unter der Bevölkerung. In der Volkszählung von 2011 gaben 42,9 Prozent der Bevölkerung Serbisch und 37,0 Prozent Montenegrinisch als ihre Muttersprache an. Bosnisch und Albanisch machten als Muttersprache je 5,3 Prozent aus.[12]


    Verteilung der Sprache in Montenegro (Volkszählung 2011)



    Religionen


    Serbisch-orthodoxe Auferstehungskathedrale in Podgorica, größte orthodoxe Kirche in Montenegro

    72 Prozent der Einwohner Montenegros gehören der serbisch-orthodoxen Kirche an, deren Metropolit Amfilohije Radović ist. (→ Liste der Bischöfe von Montenegro) Daneben existiert noch die 1993 gegründete ökumenisch und von der orthodoxen Kirche kanonisch nicht anerkannte autokephale Kirche Montenegros. Neben den orthodoxen Gläubigen gibt es eine rund 16 Prozent der Bevölkerung umfassende muslimisch-sunnitische Minderheit und vor allem in den Küstenstädten einige Tausend Katholiken, vorwiegend Kroaten und Albaner. Die Angehörigen verschiedener protestantischer Gemeinschaften zählen jeweils weniger als 1000 Mitglieder. Seit Anfang 2012 gilt das Judentum als vierte offizielle Religion des Landes. Es gibt eine jüdische Gemeinde mit etwa zweihundert Mitgliedern.


    Religionen Aufteilung in Montenegro (Volkszählung 2011)

  • Zentralserbien InfoDatum15.11.2016 19:37
    Thema von Partizan011 im Forum Zentralserbien

    Zentralserbien (serbisch Централна Србија/Centralna Srbija), in Deutschland auch Engeres Serbien genannt, ist die Bezeichnung jener Region der Republik Serbien ohne Vojvodina und Kosovo i Metohija, die von der serbischen Regierung mit Sitz in Belgrad direkt verwaltet wird. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von 55.968 km² mit einer Einwohnerzahl von 5.466.009 (Stand: 2002). Das Gebiet entspricht größtenteils der Ausdehnung Serbiens vor den Balkankriegen.

    Zentralserbien bildet den größten Teil der Republik Serbien mit den Städten Belgrad, Kragujevac, Čačak, Kraljevo, Valjevo, Niš, Užice, Smederevo, Šabac und Požarevac.

    Die Bevölkerung ist überwiegend serbisch, im Süden der Region leben Minderheiten, die in Gemeinden Mehrheiten bilden, wie Bosniaken an der Grenze zu Montenegro, dem so genannten Sandžak, Roma, Albaner im Süden an der Grenze zu Mazedonien, Bulgaren südöstlich an der Grenze zu Bulgarien und rumänische Walachen nordöstlich an der Grenze zu Rumänien und Bulgarien. Seit den Jugoslawienkriegen leben in Zentralserbien viele serbische Flüchtlinge aus Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Binnenvertriebene aus dem Kosovo.

    Politische Gliederung

    Serbien ist seit dem 24. Juli 1991 in Bezirke unterteilt. Gemäß dem Gesetz bilden die Verwaltungssitze, Städte und Niederlassungen die Basis der territorialen Organisation. Zentralserbien untersteht im Unterschied zu den autonomen Provinzen direkt der serbischen Zentralregierung.

    In Zentralserbien gibt es 18 Bezirke, welche in insgesamt 122 Gemeinden unterteilt sind.

  • Vojvodina InfoDatum15.11.2016 19:30
    Thema von Partizan011 im Forum Vojvodina







    Die Vojvodina [ˈvɔjvɔdina] (serbisch-kyrillisch Војводина, deutsch Wojwodina oder Woiwodina, ungarisch Vajdaság) ist eine autonome Provinz in der Republik Serbien. Sie macht den Landesteil nördlich der Save und Donau aus, dessen administrative Grenze vom Westen her überwiegend an der Save entlang (am Bezirk Belgrad mit einem Bogen Richtung Norden) und weiter in Richtung Osten zur rumänischen Grenze fast ständig an der Donau entlang verläuft. Administrativer Hauptsitz ist Novi Sad, die zweitgrößte Stadt Serbiens.

    Die Vojvodina ist die Heimat vieler verschiedener Volksgruppen. Neben Serben, die mit etwa 66,76 Prozent (2011) die absolute Mehrheit der Bevölkerung stellen, leben in der Vojvodina als anerkannte autochthone Minderheiten unter anderem Ungarn, Slowaken, Kroaten, Rumänen, Bunjewatzen, Šokci, Russinen, Roma, Deutsche und Bulgaren.


    Geographie

    Den größten Teil der Provinz nimmt die Pannonische Tiefebene ein. In Syrmien durchzieht die bis knapp über 500 m ansteigende Fruška Gora die Provinz. Seit 1960 ist das Gebiet um das Mittelgebirge ein Nationalpark, welcher auch für die Liste des UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbes nominiert ist. Im äußersten Osten bei Vršac erheben sich die Ausläufer der Karpaten. Hier befindet sich auch mit einer Höhe von 641 m die höchste Erhebung der Vojvodina, der Gudurički vrh. Damit bildet die Vojvodina landschaftlich eine Ausnahme im Vergleich zum übrigen, dem zum größten Teil gebirgigen Serbien.

    Die Vojvodina wird von drei großen Flüssen durchlaufen. Die Donau bildet zunächst die Staatsgrenze zum Westen hin und fließt dann durch die Provinz hindurch. Vom Norden her verläuft die Theiß und von Westen fließt die Save auf die Donau zu, die beide außerhalb der Vojvodina bei Belgrad letztlich in diese münden. Die Donau unterteilt in Richtung Osten Serbien einerseits in Zentralserbien und andererseits in die Provinz Vojvodina.

    Die Vojvodina ist durch diese Flüsse zugleich in drei historische Regionen gegliedert: Syrmien, Banat und Batschka. Im Südwesten, zwischen Donau und Save, liegt Syrmien (serbisch: Срем / Srem). Nördlich von Syrmien liegt die Batschka (serbisch: Бачка / Bačka). Die Donau bildet hier sowohl die Westgrenze als auch die Südgrenze, da der Fluss hier seinen Lauf Richtung Süden ändert und weiter in östlicher Richtung fließt. Die Theiß ist die Grenze zwischen der Batschka und dem Banat. Das Banat liegt östlich der Theiß und nördlich der Donau. Das Banat wird durch die Staatsgrenze im Osten mit Rumänien in einen serbischen und rumänischen Teil zertrennt.

    Der administrative Hauptsitz ist Novi Sad, die zweitgrößte Stadt in Serbien. Weitere wichtige Städte sind Ruma, Inđija, Sremski Karlovci und Sremska Mitrovica in Syrmien; Subotica, Sombor, Vrbas, Bačka Topola und Bačka Palanka in der Batschka und Zrenjanin, Kikinda, Pančevo und Vršac im Banat. In der Frühzeit lag hier das Pannonische Meer (auch Pannonischer See oder Lake Pannon). Der fruchtbare Boden der Vojvodina besteht dadurch zum Teil aus Ablagerungen von Meeresfossilien. Deshalb ist die Landwirtschaft sehr ergiebig, weshalb sie ein bedeutender Wirtschaftszweig in der Vojvodina ist.

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